14.03.2016

Überführung Segelyacht und Motoryacht

Wir überführen Ihre Segelyacht oder Motoryacht zum Festpreis, auf Basis von Seemeilenpauschale oder auf Honorabasis. Benötigen Sie einen Schiffsführer, CoSkipper oder Skipper mit Crew fuer ein Sportboot?  Kurzfristige Aufträge können wir zeitnah erfüllen. 

 Bitte erwähnen Sie in Ihrer Anfrage Rumpflaenge und Baujahr der Yacht sowie Ausgangshafen, Zielhafen und den gewünschten Termin der Überführung. Auch Mast stellen vor dem Törn und erforderliche Instandsetzungen können eingeplant werden.  Wir erstellen Ihnen innerhalb weniger Tage ein Angebot. 


Preisbeispiel Honorarbasis: für eine 10-15m lange Segelyacht  betragen die Kosten 125,- Euro Tagessatz  für den Skipper. Hinzu kommen noch die Reisekosten, wie Flugtickets und Bahnfahrten. Treibstoff, Hafengebühren und eventuell erforderliche Ersatzteile sind nicht im Preis  enthalten und werden separat abgerechnet. Co-Skipper oder Crew stellen Sie.




















Preisbeispiel für Überführung auf Basis einer Seemeilenpauschale: geplante Strecke über Grund multipliziert mit  Seemeilenpauschale (ab 2,-€ pro Seemeile zzgl. Reisekosten zum Liegeplatz)

Auch Überführungen zum Festpreis inklusive Betriebskosten sind möglich. Gern machen wir Ihnen ein passendes Angebot.

Für Anfragen können Sie das das Kontaktformular (oben rechts) nutzen. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.
Kontakt

Mobil
 +49 1525 270 1658

Email
training4skipper@gmail.com

15.01.2016

Gebrauchtboot kaufen

Der Gebrauchtbootmarkt ist gross und die Auswahl nicht immer leicht. Gründliche Besichtigung des Angebots und Überlegungen vor dem Kauf sind die Mühe wert. 

Wie alt sind Wanten und Stage, gibt es strukturelle  Probleme ? Kiel-Rumpf Verbindung, Ruderlager, Rumpf-Deck- Verbindung, stehendes Gut ... ist der Rumpf lackiert oder handelt es sich um Originalgelcoat ? Auch sollte man sich die Zeit nehmen und jedes Segel auspacken um den Zustand zu überprüfen denn ein Satz neue Segel ist nicht billig. Sorgfältige Besichtigung ist daher beim Gebrauchtbootkauf wichtig um unerwartete Folgekosten nach dem Kauf zu vermeiden.

Bei weniger bekannten Modellen und One-Offs (Einzelbau) kann man die Segeleigenschaften dennoch einschätzen, auch wenn das Boot an Land steht. Unterwasserschiff, Lateralplan, Verdraengung, Rumpf und Rigg sind aussagekraeftig um Seeverhalten und Performance einzuschaetzen.

Und nach dem Kauf eines Gebrauchtboots?
Manche Instandsetzungen und Verbesserungen sind nach dem Kauf eines Gebrauchtboots wirklich sinnvoll, denn eine vorausschauende Pflege kann die Intervalle zwischen teuren  und kostspieligen  Refits oder Reparaturen verlaengern.

Wenn man eine Yacht für eine zeitnah bevorstehende Weltreise anschaffen möchte und die dauerhafte Einfuhr in die EU kein Thema ist, findet man auch auf dem nordamerikanischen Bootsmarkt oder in weit entfernten Revieren im Ausland Boote und Yachten zu attraktiven Preisen. 

Sie haben Ihr gebrauchtes Boot schon gefunden und möchten Ihre Kenntnisse bei Pflege und Wartung ausbauen? Ich biete Workshops "do-it-yourself " für Eigner, auf Ihrem Boot oder Ihrer Yacht, und vermittle Ihnen Kenntnisse um Reparaturen an GfK und Holz sowie die allgemeine Pflege der Yacht soweit wie möglich selbst durchzuführen.

   Auch wenn Sie Bedarf an einer Überführungscrew, Skipper oder Co-Skipper haben um Ihre Yacht nach dem Kauf in ein anderes Segelrevier zu verlegen, machen wir Ihnen gern ein Angebot.






Bauplan für ein Driftboat

Driftboats sind ein spezialisierter Bootstyp für flache und fliessende Gewässer. Da diese Boote aus Nordamerika stammen sind sie in Europa selten zu finden. Der Selbstbau ist unproblematisch - diese Boote haben eine sehr schlichte Rumpfform und sind dennoch formschön.

 Die Ursprünge des Bootstyps liegen an der nordamerikanischen Westküste wo man diese Boote seit den 1940er Jahren auf Flüssen und Seen benutzt.

 Durch geringfügige Modifikation des Spiegels kann man ein Driftboat auch mit Aussenbordmotor  (elektrisch oder Verbrennungsmotor) ausrüsten. Beim Angeln und befahren von Flüssen wird das Boot meist gerudert. Wie der Name Driftboat schon andeutet - dieser Bootstyp ist geeignet um Flüsse hinunterzutreiben und zu rudern, dabei zu angeln ( beispielsweise flyfishing) oder auf Seen auch Flachwasser zu befahren. Der voluminöse Rumpf bietet reichlich Stauraum für Campingausrüstung, Outdoorequipment und Vorräte für längere Touren. Die Rumpfform liegt aber auch bei Wind und Welle stabil im Wasser.

Driftboat, Modellbezeichnung Type#22
  Länge 4,7 m  x  Breite 2,0 m   Gewicht ca. 120 kg

Das 4,70 Meter lange Driftboat bietet Platz für bis 4-5 Erwachsene.

Der Bauplan ist als Pdf-Datei erhältlich (37 Seiten DIN A4 mit Text und Abbildungen, Skizzen und Farbfotos). Das Driftboat kann in ca. 120 Arbeitsstunden gebaut werden. Für den Bau benötigt man Stichsäge, Hobel, einen Bandschleifer oder Excenterschleifer und eine Bohrmaschine oder Akkuschrauber. 

Im Bauplan werden die Arbeitsschritte chronologisch erläutert  und durch Skizzen und Fotos ist jeder Arbeitsschritt leicht nachvollziehbar. Materialmengen, Empfehlungen zu Holzsorten  und mögliche Bezugsquellen sind auch im Bauplan zu finden.

Der Bauplan in elektronischer Form (SD Speicherkarte oder Download) kostet 77,- Euro.

Bauplan Driftboat Type#22 als Pdf-Datei bestellen:

Anfragen per Email  an

training4skipper [at] gmail [dot]com 

oder telefonisch +491525 270 1658

oder über das Kontaktformular

Mehr Fotos und Info zum Driftboat findet man auf
 http://driftboat-bauen.blogspot.de/

05.11.2015

Theorie und Praxis des Segelns - Anstellwinkel der Segel


Ursachen der Kräfte am Segel: Um zu verstehen welche Kräfte am Segel wirken und welchen Einfluss diese auf unser Boot und dessen Segelverhalten haben, betrachten wir zunächst wie diese entstehen. Die aerodynamischen Kenntnisse, die wir für unsere Segeltheorie benutzen stammen überwiegend aus der Luftfahrt. Eigentlich ist ein Segel beim Am-Wind-Segeln durchaus mit einem aufgerichtetem Tragflügel vergleichbar.


Die Luftteilchen, die den Weg über die Oberseite des Profils nehmen, bewegen sich schneller  als die  Luftteilchen die unten vorbeifliessen weil sie einen längeren Weg zurückzulegen haben. In der Natur besteht die Tendenz, daß sich Druckunterschiede ausgleichen. Das kennen wir vom Wettergeschehen wenn die Luftmassen von einem Hochdruckgebiet zu einem Gebiet mit niedrigerem Luftdruck strömen.

Bei einem Flügelprofil - oder Segel - bedeutet Unterdruck eine Kraft, die von der Oberfläche weg wirkt. Die Einzelkräfte können wir uns in der Summe als eine Gesamtkraft vorstellen, die dann auch nur an einem Punkt der Tragfläche angreift (Segeldruckpunkt). Der Widerstand des Segelprofils wirkt  in die gleiche Richtung wie die Strömung. Der Auftrieb wirkt annähernd im rechten Winkel zur Luftströmung. 


 Die aerodynamische Gesamtkraft lässt sich inWiderstand und Auftrieb zerlegen (siehe Bild oben ) ODER in zwei andere Teilkräfte, nämlich Vortrieb und Querkraft (siehe Bild unten). 


Die Teilkräfte Vortrieb und Querkraft beziehen sich nicht auf die Strömung oder das Segelprofil allein sondern auf das gesamte Boot welches vom Segel angetrieben wird. Dabei ist die Vortriebskraft nach vorne gerichtet - sie treibt das Boot an. Die Querkraft ist zur Seite gerichtet und krängt das Boot.

Entscheidend darüber, wie groß die einzelnen Kraftkomponenten sind, ist die Wirkrichtung der Gesamtkraft bezogen auf das Boot. Jeder kennt aus der Praxis die Tatsache, daß Boote hoch am Wind mit mehr Krängung segeln als auf einem Halbwindkurs und mit starker Krängung auf Am-Wind-Kurs langsamer sind.


Diese Ausführungen erscheinen auf den ersten Blick etwas trocken und langweilig, sind aber für die Praxis ganz nützlich wenn es darum geht beim Segeln den richtigen Anstellwinkel der Segel zu finden. Ausgehend von diesen Grundlagen kann man lernen weitere Faktoren für das Trimmen der Segel zu berücksichtigen. Dazu zählen Profiltiefe des Segels, grösste Tiefe des Segelprofils, Verwindung (Twist), Anstellwinkel von Vor- und Grossegel zueinander  und so weiter ... 

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Beratung beim Gebrauchtbootkauf, Workshops Refit, Segeltraining, Ausbildung und Überführungen von Segel- und Motoryachten.

http://skipper-trainer.blogspot.de/?m=1 





03.06.2015

mit Segelyacht rückwärts anlegen

Anlegen rückwärts kann eine Herausforderung sein wenn man sehr starken Seitenwind hat, die Lücke eng oder der Raum zum Manövrieren vor dem Liegeplatz stark eingeschränkt ist.

Falls bei dem eindrehen in die Lücke der Raum zum leeseitigen Boot zu knapp wird:  ein kräftiger und kurzer Vorwärtsschub mit Ruder hart Backbord zur Korrektur. Auch ohne Ruder hart Backbord wäre der kurze Vorwärtschub effektiv, da der Seitenwind (siehe Skizze) den Bug nach Lee drückt. Grundsätzlich ist ein zügiges Einfahren bis zum endültigen aufstoppen an der Mole (oder Schwimmsteg) wünschenswert. Wenn der Platz vor dem Liegeplatz es erlaubt ist es sinnvoll in einer fast geraden Kurslinie und mit zügiger Fahrt anzusteuern, und nur noch kleinere Kurskorrekturen bis zum auf stoppen auszuführen.

Die luvseitige Heckleine wird zuerst ausgebracht nachdem der Rudergänger bis auf einen halben Meter an die Mole herangefahren ist (Heck gut abfendern nicht vergessen...). Ein Crewmitglied kann von der Badeplattform einen Schritt an Land machen und schnell und provisorisch den Festmacher an einem Poller oder Ring  belegen. 
Bei Einhand zu fahrendem Anlegemanoever kann man einem Festmacher mit grossen Auge (Palstek) und passender Länge  schon vorbereiten und diesen beim auf stoppen über einen luvseitigen Poller legen (Bootshaken benutzen).

Nach dem Belegen der luvseitigen Achterleine kann der Rudergänger ``eindampfen`` und durch dosieren der Motorkraft (Vorwärts) das Boot ausgerichtet halten. Aufnehmen der Mooring   und  Festmachen der Heckleine Backbord (siehe Skizze) kann in aller Ruhe geschehen.

Zuletzt sollte man die Mooring (s) noch mit Motorkraft auf Spannung bringen; Mooring per Hand anholen und belegen, Maschine rückwärts einkuppeln und währenddessen die lose kommenden Heckleinen anholen und belegen. Wenn die Mooring nicht kräftig durchgesetzt ist tendiert das Boot dazu am Liegeplatz hin- und herzuschwoien und  gegen die Nachbarboote zu drücken. Besonders wenn nachts mit etwas mehr Wind oder Starkwind zu rechnen ist muss die Mooringleine (besser zwei sofern vorhanden) gut gespannt sein.

Hafenmanöver - Ablegemanöver mit Mooringleinen

Wie legt man ab wenn die Yacht mit dem Heck an der Mole und Mooring festgemacht ist und der Wind von der Seite kommt?

Zuerst wird die leeseitige Achterleine gelöst und eingeholt, anschliessend das Kommando `Mooring auf slip` und` (luvseitige) Achterleine auf slip` gegeben. Dabei kuppelt der Rudergänger in Leerlaufdrehzahl ein. Schon vor dem Manöver sollte man sich vergewissert haben, daß die Mooring bzw. deren Holeleine nicht quer bzw. zu nahe an dem Propeller unter dem Boot hängt. Die Mooring wird gelöst und die leeseitige Achterleine eingeholt, und mit Feingefuehl die Drehzahl soviel wie noetig erhoeht.

Die luvseitige Heckleine ist jetzt unter Last und das Boot dreht sich langsam nach Steuerbord gegen den Wind, ohne jedoch den Liegeplatz zu verlassen. Dieses langsame ausrichten der Yacht erlaubt es die Mooringleine nach dem Lösen und Überbordwerfen zu beobachten um sicher zu sein, daß sie auf den Grund sinkt. Bei neuen oder von der Sonne ausgetrockneten Mooringleinen dauert dies manchmal bis zu zehn Sekunden oder laenger. Wenn Sie jetzt hastig ablegen ohne auf die Mooring zu achten ...stehen die Chancen gut die Mooring in den Propeller zu bekommen. 

Sobald das Boot wie gewünscht ausgerichtet  ist  -  möglicherweise ist der Raum vor dem Liegeplatz eingeschränkt - gibt der Rudergänger das Kommando ` Heckleine los und einholen`. Das Boot nimmt augenblicklich Fahrt auf und hat von Beginn an gute Ruderwirkung.


Das langsame ausrichten und drehen des Boots nach Luv mittels `eindampfen in die Achterleine` ist sicherer und kontrollierter als alle Festmacher und Mooring gleichzeitig zu lösen und dann hektisch loszufahren (weil ansonsten das Boot vertreibt). 

Falls nach Verlassen des Liegeplatzes wenig Raum zur Verfügung steht um die Kurve zu fahren (nicht zu eng an den Mooringleinen der Nachbarboote vorbeifahren...!) ist das Manövrierverhalten des Boots zu berücksichtigen; bei rechtsgängigem Propeller ist bei Vorausfahrt in der Regel der Wendekreis über Steuerbord (in Vorausfahrt) etwas grösser  als über Backbord, und bei Rückwärtsfahrt versetzt der dann links herum drehende Propeller das Heck nach Backbord.
 Je nach Bootstyp, Ruderkonfiguration und Art des Propellers ist der Radeffekt unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei einem Saildrive ist der Radeffekt meistens minimal.
Wenn man das Manövrierverhalten eines Boots nicht schon kennt empfiehlt es sich auf freier Wasserfläche und wenig Welle alle Manöver zu üben die man beim Anlegen im Hafen möglicherweise fahren wird: Drehen auf engstem Raum, Wenden über Steuerbord, Wenden über Backbord, Rückwärtsfahrt zielgenau , eindrehen rückwärts nach Steuerbord und Backbord und natürlich aufstoppen in Rückwärts- und Vorwärtsfahrt.  Wie verhält sich das Boot bei Wind und wenig Fahrt?
Fast alle Boote drehen sich mit dem Heck in den Wind wenn die Maschine mit Leerlaufdrehzahl rückwärts eingekuppelt ist.
Prüfen Sie nach ob das Boot dies tut.
Im oder vor dem Hafen in geschütztem Wasser ist dies eine effektive Massnahmen um auf 'stand-by' zu gehen, und beispielsweise Fender und Festmacher anzuschlagen.

Leinenhandling: auf slip nehmen bedeutet  soviel Tauwerk auf der Klampe zu belassen, daß man mit leichtem Zug genug Reibung bewirkt, aber auch bereit zum Fieren und/oder einholen des Festmachers ist .

Ein Faktor der beim Ablegen zu bedenken ist: der DREHPUNKT einer Segelyacht liegt nahe hinter dem Mast, oder annaehernd in der Mitte der Lateralflaeche (Kiel). Also schwenkt beim Ruderlegen das Heck aus aber auch der Bug. Beim Eindampfen in die Achterleine liegt der Drehpunkt jedoch ausserhalb - und zwar AM POLLER oder der Stegklampe.
 Das beschriebene Manöver ist auch sinnvoll wenn man keinen Seitenwind hat. Das ausrichten des Boots kann den Kurvenradius verringern, ausserdem läuft man weniger Gefahr mit dem Heck an einem Nachbarlieger entlangzuscheuern.

Anfragen für individuelles Skippertraining auf Charteryacht oder Eigneryacht:

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